Seelen

Da mein Weg mich ja jetzt nach Süd Deutschland führt war ich die vergangenen Wochen mit meinem Partner dort unten. Und haben uns durch das Seelen-Angebot der ortsansässigen Bäckereien probiert. Sehr lecker! Aber ich habe mir gedacht: das kann ich auch.

Kaum zu Hause habe ich mich also an die Arbeit gemacht.

Seelen


Vorbereitungszeit 30 Minuten
Zubereitungszeit 15 Minuten
Teigruhe 14 Stunden
Arbeitszeit 40 Minuten

Zutaten

  • 500 gr Mehl Weizen 550 / Dinkel 630 davon 100gr für das Brühstück
  • 400 gr Wasser lauwarm, davon 200 gr für das Brühstück
  • 10 gr Salz
  • 8 gr Frischhefe
  • Kümmel ganz
  • Salz grobkörnig

Brühstück

  • 100 gr Mehl
  • 200 gr Wasser kochend

Das Brühstück

Aus 200gr Mehl und 200gr Wasser habe ich ein sogenanntes Brühstück gemacht.

Heißt: das Mehl in eine (hitzebeständige) Schüssel gegeben, das Wasser im Wasserkocher gekocht und dann unter Rühren über das Mehl gegossen. Am einfachsten ist es, wenn ihr die Schüssel mit dem Mehl auf die Waage stellt und beim Übergießen das Wasser auswiegt. 

Wenn man das Mehl mit kochendem Wasser übergießt bindet die Stärke das Wasser vollständig. Dadurch kann man insgesamt mehr Wasser im Teig unterbringen und erhält ein feuchteres und länger frisches Gebäck.

Das Brühstück auskühlen lassen.

Der Teig

Aus dem restlichen Mehl, Wasser, Hefe und Salz einen Teig machen und 10-15 Minuten mit der Küchenmaschine oder dem Handrührer kneten. Dann in eine rechteckige Auflaufform geben. Achtet drauf, dass der Teig Raum nach oben hat, da er aufgeht.

 

Lasst den Teig mindestens eine Stunde bei Raumtemperatur anspringen und stellt ihn dann für 12-14 Stunden in den Kühlschrank.

Backen

Am nächsten Tag: den Ofen auf 250°C vorheizen. Den Seelenteig aus dem Kühlschrank nehmen und mit nassen Händen (oder einem Teig Schaber/Teigkarte) in vier ungefähr gleich große, längliche Stücke zerteilen.

Wichtig: je weniger ihr ihn bewegt, zieht, drückt, dreht, umso fluffiger werden eure Seelen.

Salz und Kümmel auf die Seelen streuen und ab in den Ofen.

Bei 250°C 14-18 Minuten backen.

Je nachdem, wie braun ihr sie haben wollt.

Das Fazit meines Freundes: zu weich, aber sehr lecker.

Charakteristisch für die Seele ist ihre robuste, fast elastische Kruste. Es wird also ‚Seelen 2.0‘ geben. Aber ich fand diesen ersten Versuch schon so lecker, dass ich ihn gerne teilen wollte.

Lasst es Euch schmecken!