Osterbrote

Aus Speyer weg mache ich mich auf den Weg zu einem Treffen mit Freund*innen in Norddeutschland. Wie wollen über das Osterwochenende Fotos für einen Handwerker*innen Kalender schießen. Ich darf Fotografin sein. Zugegeben, ich bin ein bisschen aufgeregt, weil ich nicht ganz einschätzen kann, ob meine fotographischen Fähigkeiten ausreichen, ob ich die Technik, meine geliebte digitale Kamera, überhaupt so weit beherrsche, um ästhetische Bilder von den vielgestaltigen Persönlichkeiten entstehen zu lassen.

Wir legen voller Eifer und Elan los und sind ziemlich schnell begeistert. Es funktioniert!

Und am Sonntagmorgen bleibt mir sogar noch Zeit Brot zu backen.

Angesteckt von der Idee der Langzeitgärung bereite ich den Teig schon am Vorabend vor und lasse ihn über Nacht in der Form im Kühlschrank stehen. Scheinbar ist er beim Zubereiten ein wenig zu warm geworden, denn die Brote sind relativ flach. Schmecken aber ausgezeichnet. Walnüsse sind in dem einen, Brotgewürze mit Sonnenblumenkernen und Leinsaat in dem anderen.

Wir verspeisen sie genüsslich bei einen ausgedehnten Osterfrühstück, um dann gut gestärkt in die nächste Shooting-Runde zu starten.

In Speyer lag schon Frühling in der Luft. Hier oben beginnt es am Samstag zu schneien und hört auch den ganzen Tag nicht auf. Ich erinnere mich an vergangenes Jahr. Da war es ganz genauso. Ich hatte in Süddeutschland gearbeitet und meine Wintersachen aus dem Gepäck geworfen, war dann nach Norden getrampt und hatte diesen voreiligen Schritt bereut.

Aber die Sonne lässt uns nicht hängen und macht Shootings im Freien möglich.